Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung, Tim Maaß!

Seit dem 19.06.2019 darf sich unser (ehemaliger) Azubi Tim Maaß nun offiziell „Immobilienkaufmann (IHK)“ nennen. Wir gratulieren zur bestandenen Prüfung und freuen uns, ihn auch zukünftig zu unserem Team zählen zu können!

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Mietrecht/Familienrecht: Bleibt der Gatte in der Wohnung, zahlt die Ausgezogene mit

Zieht die Frau aus einer gemeinsam mit ihrem Ehemann bewohnten Wohnung aus und bleibt der Ex bis zum Ablauf der (3monatigen) Kündigungsfrist in den vier Wänden wohnen, so kann er verlangen, dass sich die Ausgezogene an den Mietkosten weiterhin beteiligt. Allerdings nicht in Höhe der halben Miete (die hier rund 800 € ausmachte), so das Oberlandesgericht Köln, weil der Mann sich eine „fiktive Mietersparnis“ anrechnen lassen müsse. In dem konkreten Fall ging das Gericht davon aus, dass er – wäre er auch ausgezogen – für eine kleinere, dennoch angemessene Wohnung knapp 600 Euro zu bezahlen hätte. An der Differenz zur „alten Miete“ muss sich die Verflossene zur Hälfte beteiligen (hier also in Höhe von knapp 100 €). (OLG Köln, 10 UF 16/18)

Quelle: IVD West/Redaktionsbüro Wolfgang Büser

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Sicherheit um jeden Preis

Ein sehr interessanter Artikel, der sich mit den Kosten der Tendenz zur Überregulierung bei Rauchmeldern, Legionellenprüfungen, Lichtschranken, CO-Warnmeldern, Wasserzählern und anderen Dingen beschäftigt – leider aber hinter einer Paywall versteckt:
https://www.welt.de/finanzen/immobilien/plus190390903/Regulierung-Geraete-und-Vorschriften-verteuern-das-Wohnen.html

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Eigentumswohnung: Ferienvermietungen dürfen nicht einfach untersagt werden

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass eine Wohnungseigentümergemeinschaft nicht per Dreiviertelmehrheit beschließen darf, es einer ihrer Eigentümerinnen zu untersagen, die Wohnung an Feriengäste zu vermieten. Will die Frau ihre vier Wände Touristen als Unterkunft anbieten, so darf das nicht „über ihren Kopf hinweg“ verboten werden. Jeder Eigentümer müsse sich darauf verlassen können, dass die Nutzung seiner Wohnung nicht ohne sein Zutun eingeschränkt wird. (BGH, V ZR 112/18)

Quelle: IVD West/Redaktionsbüro Wolfgang Büser

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Hintergrundinfos zum Mietspiegel

Das Handelsblatt hat einen lesenswerten Hintergrundartikel zum Thema Mietspiegel veöffentlicht:

https://www.handelsblatt.com/24374162.html

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Wohnungskündigung: Wenn gleichzeitig fristlos und fristgerecht „entlassen“ wird…

Spricht ein Vermieter wegen eines mindestens zweimonatigen Mietrückstandes einem Mieter die fristlose Kündigung aus, so kann der Mieter dies dadurch „korrigieren“, dass er den Rückstand noch vor der Erhebung der Räumungsklage „vollständig ausgleicht“. Hat der Vermieter jedoch zugleich mit der fristlosen eine fristgerechte Kündigung zugestellt, so kann er sich nach dem Eingang der Zahlung auch noch darauf berufen und das Mietverhältnis mit der für ihn als Vermieter geltenden Kündigungsfrist auslaufen lassen. Der Bundesgerichtshof entschied so, weil die „Schonfristzahlung“ des Mieters für vom Vermieter hilfsweise ausgesprochene ordentliche Kündigung nicht „ins Leere“ habe laufen lassen. Dabei müsse allerdings geprüft werden, ob diese „Zweitkündigungen“ die Bedingungen erfüllten, die stets an eine Kündigung des Mietverhältnisses durch Vermieter nachgewiesen werden müssten. Das haben nun die Vorinstanzen in den zwei vom BGH entschiedenen Fällen zu tun. (BGH, VIII ZR 231/17 u. a.)

Quelle: IVD West/Redaktionsbüro Wolfgang Büser.

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Schulung am 11.06 und 18.06

Am Montag, den 11.06 sowie Montag, den 18.06.2018 findet eine Software-Schulung in unserem Betrieb statt. In dieser Zeit sind wir nicht erreichbar und bitten um Ihr Verständnis. Nach der Mittagszeit stehen wir Ihnen dann wieder wie gewohnt zur Verfügung.

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Erreichbarkeit über die Karnevalstage

dreigestirnIm Fastelovend (Weiberfastnacht bis Karnevalsdienstag einschließlich) sind wir nur eingeschränkt zu erreichen.
Ab Aschermittwoch (14.02.2018) stehen wir Ihnen wieder wie gewohnt zur Verfügung.

In dringenden Fällen hinterlassen Sie uns bitte eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter unter 0221 – 913 833 0 oder senden eine mail an info@justen-geller.de

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Sachkundenachweis / Berufzulassung

Die alte (und vielleicht doch wieder neue?) Bundesregierung hat im Sommer 2017 noch die vielfach geforderte Berufszulassungsregelung für Immobilienverwalter beschlossen.

Zukünftig müssen WEG- und Mietverwalter eine Erlaubnis beantragen, deren Erteilung von folgenden Voraussetzungen abhängt:
– Der Verwalter muss zuverlässig sein.
– Der Verwalter muss in geordneten Vermögensverhältnissen leben.
– Der Verwalter muss eine Berufshaftpflichtversicherung nachweisen.

Sämtliche der genannten Voraussetzungen werden von uns selbstverständlich schon seit jeher erfüllt.

Als professionelles Verwaltungsunternehmen begrüßen wir diese neuen Regelungen ausdrücklich und hoffen, dass hiermit eine erste Hürde für unseriöse oder unqualifizierte Marktteilnehmer geschaffen wurde. Ich persönlich hätten mir gewünscht, dass zumindest auch noch der Sachkundenachweis den Weg in die endgültige Fassung des „Gesetzes zur Berufszulassungsregelung für Immobilienmakler und -verwalter“ findet. Hiervon hat der Gesetzgeber leider abgesehen – aus meiner Sicht ist dies nicht nachvollziehbar.

Grundsätzlich begrüßenswert ist jedoch, dass sich in der Vorschrift wenigstens eine Verpflichtung zur regelmäßigen Fortbildung findet: Innerhalb von drei Jahren muss der Verwalter Fortbildungsveranstaltungen im Umfang von mindestens 20 Stunden absolvieren. Auch dies ist aus meiner Sicht zu kurz gegriffen: Pro Jahr ergibt sich eine Fortbildungsverpflichtung von durchschnittlich nur 6,7 Stunden. Führt man sich vor Augen, mit welchen Neuerungen Gesetzgeber und Gerichte uns jährlich überraschen, dürfte diese Zeit bei weitem nicht ausreichen. Denken Sie hierbei nur an die zahlreichen neue Urteile zu Vertragsklauseln wie Schönheitsreparaturen, Vorschriften zur Trinkwasserhygiene oder zum Betrieb von Aufzügen, wohlgemeinte Gesetze zur Regulierung der Miethöhe etc. Wer sich hier nicht schon aus Eigeninteresse deutlich umfangreicher als gefordert regelmäßig fortbildet, ist den sich wandelnden Herausforderungen nicht gewachsen.

Auch diese umfangreichen Fortbildungen sind für unser gesamtes Team schon längst eine Selbstverständlichkeit – nicht zuletzt aus diesem Grunde haben wir kürzlich vom Berufsverband VNWI das Platin-Siegel „für vorbildliche Fort- und Weiterbildung im Jahr 2017“ erhalten!

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Wohnungskündigung: Wer mit „Drecksau & Co“ um sich wirft, muss sich nicht wundern…

Ein Vermieter hat ein berechtigtes Interesse an der Beendigung des Mietverhältnisses, wenn der Mieter den Hausfrieden trotz erfolgter Abmahnung durch wiederholte und nachhaltige Lärmbelästigungen schuldhaft gestört und seine Mitmieterin wiederholt grob beleidigt, bedroht und dadurch seine vertraglichen Nebenpflichten mehr als unerheblich verletzt hat. Mit der Bezeichnung seiner Mitmieterin als „Drecksau“, „Schlampe“ beziehungsweise „dreckige Fotze“ hat er „seiner persönlichen Missachtung gegenüber der Person Ausdruck verliehen, den Tatbestand der Beleidigung verwirklicht und mithin seine bestehende vertragliche Nebenpflicht verletzt“. Hat der Mieter sich darüber hinaus Lärmbelästigungen zur Nachtzeit sowie Bedrohungen in alkoholisiertem Zustand zu Schulden kommen lassen, ist die Kündigung sowie die darauf folgende Räumung und Herausgabe der Wohnung gerechtfertigt. (Hier hatte es im Vorfeld unter anderem die Besonderheit gegeben, dass der renitente Mieter hinnehmen musste, dass Polizeibeamte, die (wieder einmal) herbeigerufen worden waren, als er Musik überlaut aufgedreht hatte, im Keller die Sicherung herausgedreht haben, weil ihnen die Wohnungstür nicht geöffnet worden war.) (LG Dortmund, 1 S 62/16)

Quelle: IVD West/Redaktionsbüro Wolfgang Büser

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